Ohne Geld um die Welt mit dem HKC

Auf seiner Weltreise machte der HKC natürlich auch in Russland halt: Dort tanzten viele Väterchen Frost „Kalinka“ – das Publikum bejubelte die Darbietung. Foto: Herzger

Für Ausgelassenheit und närrischen Frohsinn ist in Hoyerswerda der HKC zuständig – und das seit genau 20 Jahren. 1997 gründete sich der Hoyerswerdaer Karnevalsverein in den Farben Gelb-Blau. Am vergangenen Sonnabend gab es deshalb nun ein fröhliches Stelldichein der Faschingsfreunde im Seenland Bowling & Eventhouse. Unter dem Motto „Und kostet es auch sehr viel Geld – der HKC reist um die Welt“ konnten sich die Gäste quasi auf ein lustiges Reiseabenteuer begeben.

HKC-Präsident Andreas Kubale und sein Elferrat, der zum Auftakt die großen und kleinen Funken einmarschieren ließ, hatte freilich zum Auftakt des Abends erst ein paar närrische Amtsangelegenheiten zu erledigen. An seiner Seite das Hoyerswerdaer Prinzenpaar, seine Tollität Prinz Stefan I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Susanne die I. Ein ganz besonders herzlich lautes „HKC Gelb-Blau-Helau“ entboten sie dann den hochoffiziellen närrischen Gästen im Saal. Denn in diesem Jahr war der befreundete Karnevalclub aus Tschernitz angereist. Dieser feiert bereits seine 36. Session und blickt auf eine lange Erfahrung im karnevalistischen Programm zurück. Die Tschernitzer lobten den Einfallsreichtum und das Durchhaltevermögen der Hoyerswerdaer Gelb-Blauen in der Bütt. Und natürlich wechselte dann auch noch ein Symbol der närrischen Ehrerbietung den Besitzer: Beide Vereine verliehen sich einen Karnevalsorden, den von Seiten der Hoyerswerdaer die Prinzessin Susanne überreichte.

HKC-Präsident Andreas Kubale verrriet in seiner kleinen Ansprache, dass man in Hoyerswerda von Anfang an nicht auf Sitzungs-Karneval, sondern auf Show-Karneval gesetzt habe. Das sei auch das Geheimnis, mit dem man seit 20 Jahren die Sessions erfolgreich auf die Beine gestellt habe.

Der jüngste Nachwuchs des Vereins – die Kindertanzgruppe – zeigte im Programm ihren Hexen-Rock’n’Roll und einen Klabautermann-Tanz. Sogar Bravorufe gab es für die Showtänzerinnen, die ihr Können ebenfalls zeigten.

Und selbstverständlich vergaß der HKC auch nicht, einen Zehn-Punkte-Verhaltenskodex auszurufen, der bis einschließlich Aschermittwoch gilt, wozu auch die Kussfreiheit gehört.

Erst danach folgte das Faschingsprogramm des Abends, dessen Titel dem Publikum ja immerhin eine Weltreise um den Globus versprach. Dafür waren viele der Gäste natürlich gerüstet – wie man an den Kostümen sehen konnte.

Und wie sich nun herausstellte, war es nicht der gesamte HKC, der sich auf Weltreise begab – das wäre wohl doch zu teuer geworden. Die Mitglieder hatten Josefin und Udo das Abenteuer gegönnt. Doch leider bekamen die Beiden recht schnell ziemlich viel Stress, als sie in Italien vor der Mafia fliehen mussten. Und sie hatten Glück, dass es ihnen auch gelang, den Kannibalen zu entkommen. Letztlich aber hieß es auch für diese zwei: Wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen. Und das werden sie natürlich, indem sie das Facebook-Reisetagebuch des HKC fertigstellen und es am Aschermittwoch, neben dem Ratshausschlüssel, an Stadtoberhaupt Stephan Skora übergeben werden.

Mit dem Reisetagebuch hat der HKC denn auch seinen Teil der Vereinbarung mit den Stadtoberen erfüllt, die zum 11.11. vor dem Rathaus abgeschlossen wurde. Aber auch auf der Seite der Stadtverwaltung wurde in diesem Jahr die närrische Aufgabe mit Bravour erfüllt. Bereits zum Krimi-Dinner des HKC vor zwei Wochen erschien Bürgermeister Thomas Delling zum Verbreiten von Freude beim HKC.

Nach der über einstündigen Weltreise, auf der dann doch sogar einige Saalgäste an einige Orte mitgenommen wurden, waren Josy und Uwe wieder unbeschadet in ihrer Heimat angekommen.

Ohne Geld um die Welt mit dem HKC
Auf die Plätze, fertig, los! hieß es beim Pfannkuchen-Wettessen am Sonntagnachmittag im Bürgerzentrum Braugasse 1. Beim Kinderfasching des HKC war es rappelvoll im Saal. Foto: Herzger

Auch am gestrigen Sonntag schlüpften die HKC-Mitglieder noch einmal in ihre Kostüme. Sie luden zum Kinderfasching in das Bürgerzentrum Braugasse 1 ein. Dort war es rappelvoll und wimmelte nur so von kleinen Prinzessinnen, Seeräubern und Rittern. Das Prinezpaar des HKC stand für Fotos bereit, es wurde „Rucki-Zucki“ getanzt, es gab lustige Spiele und ein Glücksrad. Höhepunkt war das lustige Pfannkuchen-Wettessen, das übrigens der neunjährige Richard aus Dresden gewann. Er war wie viele andere der Kleinen auch in den Ferien bei Oma und Opa zu Gast.